Die Russische Küche

Ebenfalls eine große Unbekannte ist die russische Küche. Oder waren Sie in Deutschland schon einmal in einem russischen Restaurant oder könnten Sie aus dem Stegreif eines nennen oder empfehlen?

Aber sicher haben die meisten schon einmal Schaschlik gegessen, das sich auf den Speisekarten vieler deutscher Gaststätten oder Imbissbuden findet. Diese gebratenen oder gegrillten Fleischspieße sind ein wichtiger Bestandteil der russischen Küche, stammen aber ursprünglich aus dem Kaukasus und die Bezeichnung des Gerichts geht auf ein türkisches Wort zurück.

Ein weiteres bekanntes Gericht ist das so genannte «Boeuf Stroganoff», geschnetzeltes Rinderfilet in feiner Sauce. Wie der Name schon verrät, hat diese Spezialität einen französischen Ursprung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts sicherten sich reiche Adelsfamilien, so auch die Stroganoffs, in Sankt Petersburg und der Zarenhof die Dienste französischer Köche. Diese bereicherten die russische Küche u.a. durch die Kreation von Saucen auf Sahnebasis, welche die ursprüngliche Volksküche nicht kannte.

Diese beiden Beispiele zeigen, dass Einflüsse aus anderen Kulturen auch in russischen Kochtöpfen ihre Spuren hinterlassen haben. Im Vergleich zur Küche des Mittelmeerraums und Mitteleuropas mangelt es der russischen Küche zwar an Fantasie und Vielfalt (Die deutsche Küche hat zum Beispiel eine Vielzahl an Rezepten bieten.), doch sie hat durchaus einige leckere Spezialitäten zu bieten. Dazu trägt zum Beispiel die Verwendung von frischen Gartenkräutern, wie beispielsweise Dill, Gemüse und saurer Sahne bei. Ein echtes Highlight sind aber die Pilzgerichte, die im wald- und damit pilzreichen Russland sehr beliebt sind. Von dem Aroma russischer Pilze kann man sich z.B. überzeugen, wenn man einen kurzen Zwischenstopp auf einer Zugreise dazu nutzt, sich die von alten Frauen angebotenen zu kaufen, wozu einem der den ganzen Bahnsteig einnehmende Duft verleitet.

Um Ihnen noch letzte Berührungsängste mit der russischen Küche zu nehmen, möchte Ich noch auf die sibirischen Pelmeni, mit Hackfleisch oder Gemüse gefüllte Teigtaschen, hinweisen, die auch als sibirische Tortellini bezeichnet werden. Eher vergleichbar ist diese Spezialität, die für den Winter auf Vorrat zubereitet werden, aber mit den schwäbischen Maultaschen. Die aus der Region Sankt Petersburg stammenden Golubsi dagegen weisen bezüglich der Zutaten und Zubereitung Gemeinsamkeiten mit bayrischen Krautwickerln auf.

Doch jetzt genug der Theorie, ab in die Küche und die folgenden Rezepte einfach mal selbst ausprobieren. Ein Vorteil russischer Gerichte ist, dass sie in der Regel einfach und schnell zuzubereiten sind. Hier erweist sich die fehlende Raffinesse als Vorteil!

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